Ortsverein
23.08.2026 in Ortsverein von SPD Beilstein
Wer einen betagten Angehörigen in einem Pflegeheim hat, kann sich ein gutes Bild von der Situation in unseren Heimen machen. Die meisten Pflegeheime in Deutschland sind nicht ausreichend auf die Klimaveränderungen mit lang anhaltenden Hitzeperioden vorbereitet. So treibt es einen an den Rand der Verzweiflung, wenn der nahe Angehörige bei 30 °C Raumtemperatur mit geschwollenen Beinen und Erschöpfung gegen die Hitze kämpft. Oft nehmen Senioren dann auch nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich – Dehydrierung ist die Folge. Ein wenig Abhilfe bringt der Ventilator, den man noch auf die Schnelle auftreiben konnte. Mehr geht nicht. Das stimmt einen traurig und hilflos.
Auch die Pflegekräfte in den Heimen kommen an ihr Limit. Wenn dann noch Kollegen ausfallen oder im Urlaub sind, kann man jedem Mitarbeiter die körperliche Belastung ansehen. Eben noch die Windel von Frau A. gewechselt, Herrn B. das Essen gegeben und im Augenwinkel Frau D. beobachtet. Herr E. möchte gerne wieder nach Hause und Frau F. trommelt dazu laut auf den Tisch. Und das alles wochenlang bei bis zu 28 °C im Schichtdienst.
Die letzten Wochen haben uns gezeigt, dass Deutschland schlecht auf die Klimaveränderungen vorbereitet ist. Doch mit weiteren Hitzewellen, wie im Sommer 2026, müssen wir in den nächsten Jahren rechnen. Es wäre daher fatal, wenn wir jetzt nicht sofort mit den notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen beginnen. Wir dürfen da keine Zeit mehr verlieren. Pflegeheime brauchen zügig Maßnahmen wie Fassadenbegrünungen, Dämmungen oder Klimaanlagen. Das wird alles viel Geld kosten – mehr, als die Träger und Kommunen alleine stemmen können. Die SPD-geführten Bundesministerien haben daher einen nationalen Hitzeaktionsplan vorgeschlagen, der den Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe aller definiert, also auch des Bundes. Neben sozialen Einrichtungen müssen wir auch zügig die Hitzebelastung in den Innenstädten reduzieren, die Wasserversorgung resilienter machen und die Gesundheitseinrichtungen besser rüsten.
Der SPD-Ortsverein Beilstein begrüßt die Initiative der SPD-geführten Bundesministerien. „Der Zustand in unseren Gesundheitseinrichtungen und Pflegeheimen ist unhaltbar“, so ein Mitglied des Vorstands. „Der Hitzesommer 2026 wird nicht eine Ausnahme bleiben, sondern die Regel. Einfach so weitermachen darf keine Option sein. Wir müssen jetzt handeln“.
13.08.2026 in Ortsverein von SPD Beilstein
Frankreich möchte sie nicht mehr und steigt aus. Im Bund wird sie bisher von der SPD verhindert. Nordrhein-Westfalen beendet die bisherige Zusammenarbeit und schreibt die Nachfolgelösung europaweit aus. Und auch in Baden-Württemberg wächst der Widerstand: Knapp 92 Prozent der teilnehmenden Grünen-Mitglieder haben sich in einer Urabstimmung für einen Stopp von Palantir ausgesprochen. Trotzdem hält die grün-schwarze Landesregierung am Einsatz der US-amerikanischen Analysesoftware „Gotham“ fest.
„Gotham“ ist eine Analysesoftware des US-Unternehmens Palantir, mit der Sicherheitsbehörden große Datenmengen miteinander verknüpfen und auswerten können. Palantir steht in engem Verhältnis zur US-Regierung. Angesichts der politischen Entwicklungen in den USA werden deshalb auch in Europa die Zweifel an einer solchen digitalen Abhängigkeit immer größer. Dabei gibt es inzwischen europäische Alternativen, die Palantir überflüssig machen könnten. Was häufig fehlt, ist jedoch der politische Mut, diese Alternativen konsequent zu entwickeln und einzusetzen.
Die SPD im Landtag hat einen letzten Versuch unternommen, die Einführung der US-Spähsoftware „Gotham“ der Firma Palantir zu stoppen. In einem Änderungsantrag wollte die SPD-Fraktion am 23.7. erreichen, dass das Vertragsverhältnis mit der Firma Palantir sofort beendet wird. Leider stimmte mit den Abgeordneten der CDU und der Grünen eine Mehrheit gegen den Antrag und somit für die Einführung der US-Software.
Der SPD-Ortsverein ist enttäuscht über das Abstimmungsergebnis im Landtag. Obwohl sich in einer internen Urabstimmung der Grünen-Mitglieder knapp 92% gegen Palantir ausgesprochen haben, wollte kein einziger Abgeordneter der Grünen diesem Votum folgen und gegen Palantir stimmen. „Wir sollten besser bald die digitale Kolonialisierung unseres Landes stoppen. Unsere Daten gehören in sichere Hände und eine US-Firma wie Palantir weckt starke Zweifel“, so ein Vorstandsmitglied der SPD Beilstein. „Damit eine souveräne EU-Lösung entstehen kann, muss man auch endlich den notwendigen Mut in der Politik aufbringen. An kreativen Köpfen und Softwarelösungen mangelt es in Europa nicht. Alternativen sind verfügbar. Die Koalition aus CDU und Grünen setzt entgegen allen Warnungen auf die falsche Lösung. Wir wollen die digitale Abhängigkeit von den USA konsequent reduzieren. Palantir ist daher der falsche Weg“.
08.08.2026 in Ortsverein von SPD Beilstein
Jedes Jahr wiederholt sich in Baden-Württemberg ein in Deutschland einmaliges Ritual: Die frisch ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer des Landes werden entlassen, um sie dann nach den Sommerferien wieder einzustellen. Eigentlich möchte der neue Kultusminister Andreas Jung (CDU) das ändern. Auf Granit stößt er jedoch im Grünen geführten Finanzministerium. Dort sieht man keinen finanziellen Spielraum. Damit wiederholt sich dieses traurige Spiel auch 2026.
Für den SPD Ortsverein Beilstein ist das ein Skandal. Auf einer Vorstandssitzung sagte ein Mitglied: „Das ist eine riesige Sauerei. Anstatt die Referendare aus Steuermitteln zu entlohnen, wie es sich als öffentlicher Arbeitgeber gehört, sollen diese für einige Wochen von den Sozialkassen getragen werden. Das Land stiehlt sich hier aus der Verantwortung und belastet stattdessen die Arbeitslosenkasse. Die Kosten werden so nur verschoben und auf dem Rücken der angehenden Lehrer des Landes und derer, die in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, ausgetragen“.
Neu ist, dass erstmals ein Kultusminister der CDU diese Praxis beenden will. Die Vorgänger von Andreas Jung haben dies stets abgelehnt. Die CDU scheint umzudenken. Dennoch stimmten die CDU-Abgeordneten im Landtag gegen einen Antrag der SPD, der die Bezahlung der Lehrkräfte in den Sommerferien fordert. Auch die beiden Abgeordneten unseres Wahlkreises, Köhler (Grüne) und Preusch (CDU), stimmten somit für die Fortsetzung der Entlassungspraxis, die jetzt etwa 4.000 angehende Lehrkräfte betreffen wird.
Da wir schon seit Jahren über diese unrühmliche Praxis in Baden-Württemberg schreiben, hoffen wir, dass sich 2027 endlich etwas ändert. Die angehenden Lehrkräfte des Landes haben mehr Respekt und Verlässlichkeit verdient. Gerade in Zeiten des Lehrkräftemangels sollte das Land alles dafür tun, junge und gut ausgebildete Lehrkräfte im Schuldienst zu halten und ihnen einen verlässlichen Start in ihren Beruf zu ermöglichen.
29.07.2026 in Ortsverein von www.spd-badrappenau.de
Der Stammtisch am 28.7.2026 in der Luna Bar am Kursee war besonders. Eine Treschklinger Mitbürgerin kam mit vielen Fragen zum Treffen. Daraus entwickelte sich ein sehr angeregtes Gespräch und ein wirklich interessanter Gedankenaustausch rund um SPD und Politik. Wer nicht dabei war, hat echt was verpasst. Bei dem Wetter im Biergarten zu sitzen war auch ein wunderbares Ambiente. Mark Laiensetter hieß uns übrigens ausdrücklich anläßlich der Premiere "Herzlich willkommen!"
28.07.2026 in Ortsverein von www.spd-badrappenau.de
In der Gemeinderatssitzung vom 23. Juli wurde Anika Störner von Oberbürgermeister Sebastian Frei aus dem Gemeinderat verabschiedet und für ihr langjähriges Engagement gewürdigt. Diesem Dank möchten wir uns als SPD-Fraktion aus voller Überzeugung anschließen.
Seit ihrem Eintritt in den Gemeinderat im Jahr 2014 – damals mit gerade einmal 24 Jahren – hat Anika unsere Fraktion und die Kommunalpolitik in Bad Rappenau mit großem Engagement bereichert und die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestaltet. Auch als langjährige stellvertretende Fraktionsvorsitzende brachte sie sich stets mit viel Herzblut, Verantwortungsbewusstsein und einem feinen Gespür für die wichtigen Details ein. Ihr Fachwissen aus Studium und Beruf ließ sie immer gewinnbringend in unsere Arbeit einfließen. Gleichzeitig zeichnete sie ihr tiefes Verständnis für die Abläufe in Verwaltung und Gemeinderat aus – eine Stärke, die unsere Fraktion und die kommunalpolitische Arbeit sehr bereichert hat.
15.07.2026 in Ortsverein von SPD Beilstein
Im Tauzenbühl zwischen Gagernberg und Farnersberg hat die Region Heilbronn-Franken ein sogenanntes Vorranggebiet ausgewiesen, in dem Windkraftprojekte beschleunigt umgesetzt werden können. Aktuell bewerben sich 2 Gesellschaften um die Errichtung von bis zu 5 Windkraftanlagen. Neben der EE Bürgerenergie Lauffen, die 2 Windräder im Lauffener Stadtwald errichten möchte, gibt es einen Projektentwickler aus Gießen, der im Ausschreibungsverfahren der ForstBW den Zuschlag für 3 Windkraftanlagen auf Abstatter Gemarkung erhalten hat. Da das Vorranggebiet nach Einschätzung von Fachleuten jedoch nicht genügend Platz für 5 Windräder bietet, wird voraussichtlich nur eines der beiden Projekte wirtschaftlich realisierbar sein.
Wir hatten bereits vor knapp einem halben Jahr an dieser Stelle über eine Veranstaltung der EE Bürgerenergie in Lauffen berichtet. Damals hatten wir kritisiert, dass die vom Windkraftausbau betroffenen Bürger nicht in Lauffen, sondern in Beilstein, Abstatt und Untergruppenbach wohnen. Als SPD haben wir stets dafür geworben, die betroffenen Bürger bei Großprojekten möglichst frühzeitig einzubeziehen. Diesem Anspruch wurde bislang aus unserer Sicht nicht ausreichend Rechnung getragen.
Nun ergibt sich für die Bürger der betroffenen Gemeinden endlich die Möglichkeit, sich aus erster Hand über das Projekt der EE Bürgerenergie Lauffen zu informieren und Fragen zu stellen sowie Bedenken zu äußern. Wichtig ist, dass jetzt miteinander „g‘schwätzt“ wird und nicht erst dann, wenn die Windräder bereits stehen oder Populisten Unsinn streuen.
Dazu lädt der GVV Schozach-Bottwartal am Donnerstag, 16. Juli 2026, um 18:30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Vereinszentrum Abstatt (Goldschmiedstraße) ein. Wir möchten alle interessierten Beilsteiner Bürger ermutigen, dieses Angebot wahrzunehmen.
Wir bedanken uns bei der EE Bürgerenergie Lauffen für diese Gelegenheit zum direkten Austausch. Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass uns bislang keine vergleichbare Informationsveranstaltung des Projektentwicklers aus Gießen bekannt ist. Dieser hat bereits vor einem Jahr die Windpark Abstatt-Beilstein GmbH gegründet, um Windkraftanlagen zu planen, zu errichten und gegebenenfalls an Investoren zu veräußern. Umso mehr begrüßen wir, dass sich die EE Bürgerenergie Lauffen den Fragen und Anregungen der Bürger stellt.
09.07.2026 in Ortsverein von SPD Beilstein

Steigende Energiekosten und die zunehmenden Hitzewellen der vergangenen Jahre beschäftigen viele Menschen im Bottwartal. Gleichzeitig eröffnen neue Technologien und erneuerbare Energien Chancen für mehr Unabhängigkeit und niedrigere Energiekosten. Doch was funktioniert in der Praxis wirklich? Und welche Erfahrungen haben Menschen aus der Region bereits damit gemacht?
Antworten darauf gibt die öffentliche Informationsveranstaltung „Energie von hier – Energie für Dich“.
Freitag, 24. Juli 2026, 19 Uhr
Bürgerhaus Oberstenfeld
Eintritt frei
Veranstalter sind die Ortsvereine der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen im Bottwartal.