Der Bundestagskandidat der SPD und Jurist, Thorsten Majer, erläuterte am Mittwoch, dem 05. August, die Ursachen und Folgen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise einem interessierten und diskussionsfreudigen Publikum in Abstatt.
Der Bundestagskandidat der SPD und Jurist, Thorsten Majer, erläuterte am Mittwoch, dem 05. August, die Ursachen und Folgen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise einem interessierten und diskussionsfreudigen Publikum in Abstatt.
Als Hauptursachen machte er die übersteigerte, von der Realwirtschaft mit Sachwerten abgekoppelte Geldwirtschaft verantwortlich sowie die nahezu grenzenlose Bereitschaft der US Banken, Kredite auch dann zu vergeben, wenn eine Rückzahlung unwahrscheinlich ist, da die Kredite sofort verkauft, gebündelt und als Wertpapiere wieder an ahnungslose Investoren veräußert wurden und heute als sogenannte Schrottanleihen durch die Welt vagabundieren.
Viele der durch die Liberalisierung der Finanzwirtschaft entstandenen Auswüchse, wie das ausufernde Derivate Geschäft, die „Verpachtung“ von Infrastruktureinrichtungen der Gemeinden an US-Banken, die Spekulation mit Optionen und Leerverkäufen an den Börsen, die Transfergesellschaften der Banken in Steueroasen, die Boniinflation für unfähige Bänker und dergl. mehr wurden angesprochen und diskutiert.
Allerdings wurde im Rahmen der Diskussion auch deutlich, dass die notwendigen und grundlegenden Änderungen bei den für Finanzgeschäfte geltenden Bedingungen möglichst global oder zumindest in der EU einheitlich vereinbart werden müssen, da unterschiedliche Regelungen in der EU zu Wettbewerbsverzerrungen in der EU führen würden, die nach EU Recht unzulässig sind.
Dies macht auch verständlich, warum der Finanzminister Peer Steinbrück so konsequent und massiv Druck auf die Nachbarländer ausübt, damit nicht alles so weiter geht wie bisher, sondern endlich gesetzliche Einschränkungen der aus dem Ruder gelaufenen Geldwirtschaft zustande kommen.
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