abba muss weiter gehen

Veröffentlicht am 11.08.2009 in Pressemitteilungen

Singen - Das Projekt „Arbeit für behinderte und benachteiligte arbeitslose Menschen“ der AWO in den ehemaligen Gewächshäusern sieht einer unsicheren Zukunft entgegen. Das Jobcenter hat signalisiert, die Maßnahme nicht fortführen zu wollen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich setzt sich für die Erhaltung des Projektes ein. Dies machte er bei seinem Besuch deutlich. „Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das Programm ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Normalität“, so Friedrich. Gerade wenn die Situation auf dem Arbeitsmarkt wieder schwierig werde, dürften nicht bei den Hilfen für die am stärksten Benachteiligten als erstes gespart werden.

Beim abba-Projekt werden arbeitslose Menschen mit Behinderungen an den Arbeitsmarkt herangeführt. „Eine regelmäßige Arbeit gibt den Menschen Selbstachtung und Selbstbewusstsein.“ betont Sozialarbeiter Imhäuser. In den Gewächshäusern erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Jahr lang individuelle Förderung und Qualifizierung. „Wir haben in den letzten Jahren hier tolle Erfolge erzielt und Menschen Eigenständigkeit ermöglicht. Das ist jetzt in Gefahr“.

Im nächsten Jahr werden knappere Mittel für Eingliederungshilfen für die Arbeitsverwaltungen im Kreis befürchtet. „Das Jobcenter geht von weniger Bedarf bei Menschen mit Behinderung aus.“, so AWO-Geschäftsführer Werner Neidig. Dies können er und die Träger vergleichbarer Maßnahmen im Kreis nicht nachvollziehen. „Die Anzahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist nicht rückläufig“. Wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt schwieriger wird, setze schnell ein Verdrängungseffekt ein. „Die Schwächsten der Schwachen leiden so als Erste unter der Krise.“, befürchtet Friedrich.

Um die Zukunft des Projektes zu sichern, möchte Friedrich alle Parteien an einen Tisch holen. Jetzt brauche es den gemeinsamen Willen der Träger: dem Jobcenter, der Stadt und dem Landkreis, um dieses wichtige Angebot für Menschen mit Behinderungen zu erhalten. „abba muss weiter gehen“, so der SPD-Abgeordnete. „Es ist ein Stück unverzichtbare soziale Sicherheit geworden.“

 

Homepage Peter Friedrich