SPD erteilt Börsengang der EnBW eine klare Absage

Veröffentlicht am 07.12.2010 in Landespolitik

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Der Wiederverkauf des künftigen Landesanteils an der EnBW oder gar ein Börsengang des Unternehmens stehen für die SPD-Landtagsfraktion in den kommenden Jahren nicht auf der Tagesordnung. Dies teilte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Reinhold Gall nach einer Aussprache über die Zukunft der EnBW auf der SPD-Fraktionssitzung am Dienstagnachmittag mit. "Mappus ist mit seinen Global Player-Fantasien auf dem Holzweg. Der EnBW darf kein kurzfristiges Renditestreben und kein Schielen auf Quartalszahlen verordnet werden", sagte Gall.

Ein so wichtiges Unternehmen wie die EnBW muss nach den Worten Schmids zunächst in ruhiges Fahrwasser geführt werden. "Die EnBW Hals über Kopf in unternehmerische Abenteuer zu stürzen, kommt für die SPD nicht in Frage", unterstrich Gall. Viel wichtiger als ein waghalsiger Börsengang sei die Konzentration auf die notwendigen langfristigen Investitionen. Als Beispiel nannte Gall den dringend notwendigen Netzausbau, dem jedoch kurzfristige Renditeerwartungen der Börse zuwiderliefen.

Gall hielt Mappus außerdem vor, sich in vorschnellen Internationalisierungsfantasien zu verrennen. Gerade das Beispiel EdF zeige, dass eine unausgegorene internationale Unternehmensstrategie in eine konzeptlose Überschuldung münden könne.

In der aktuellen Situation sei die Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze absolut vordringlich, damit der Energiestandort Baden-Württemberg weiterhin stark bleibe. Gall kündigte an, der EnBW eine Entwicklungsperspektive als Partner kommunaler Stadtwerke zu eröffnen.

 

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