Am vergangenen Freitag trafen sich gegen 18.00 Uhr rund 30 Abstatter, um mit uns einen Rundgang durch Abstatts Geschichte zu wagen. Eine gute Mischung von alteingesessenen Mitbürgern und solchen, die noch nicht allzu lange hier leben, war die Garantie dafür, dass wir sowohl auf Neugier als auch auf ergänzende Beiträge hoffen durften.
Wir begannen im Rathaus, ließen dort die Geschichte von Abstatt kurz Revue passieren und betrachteten und kommentierten dann die historisch sehenswerten Räume, Museum und Trauzimmer, im Einzelnen. Wir konnten uns auch davon überzeugen, dass in dem kleinen Türmchen auf dem Rathaus tatsächlich eine Glocke hängt. Bevor es weiter zur Kirche ging, interessierte die Geschichte des Backhauses, der Mühle und des nicht mehr vorhandenen Mühlbachs und schon hier wurde unser Bericht durch die eine oder andere, real erlebte Geschichte bereichert.
Durch die Geschichte und Gegenwart der Kirche, erbaut von katholischen Landesherren für protestantische Bürger, führte souverän der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Ingo Rust. Der weitere Weg führte uns zum Kriegerdenkmal und zum Epitaph auf dem Friedhof, und hier zeigte sich am deutlichsten, wie überrascht manche unserer Wegbegleiter über die spannenden Geschichten und Hintergründe dieser beiden Objekte waren, die, wenn überhaupt, sonst nur am Rande wahrgenommen werden.
Unsere Wanderung endete am beziehungsweise im historischen Waltzschen Haus, in dem der „Heerbrückenwalzer“ erfunden wurde. 90 Minuten hatten wir angesetzt für den Rundgang, am Ende waren es über 2 Stunden. Da die meisten unserer Begleiter mit uns ins Waltzsche Haus einkehrten, wurde es noch ein langer Abend mit vielen interessanten Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart unserer, auch historisch, liebenswerten Gemeinde.
Wir danken der Rathausverwaltung und der Kirchengemeinde, dass wir zu dieser ungewohnten Zeit die Gebäude betreten durften, und wir danken unseren Begleitern für das Interesse und die Aufmerksamkeit und insbesondere auch für deren Beiträge und Ergänzungen.