„Ein Unternehmen richtet sich selbst zu Grunde“ - Statement zum geplanten Abbau von rund 100 Stellen bei der Telekom

Veröffentlicht am 08.10.2010 in Kommunalpolitik

Noch Anschluss unter der Magenta-Nummer? (Quelle: www.photocase.com, theelectriclowrider)

Als ehemaliger Telekombeschäftigter kann man nur fassungslos zur Kenntnis nehmen, wie konzeptionslos die verantwortlichen Manager des Konzerns agieren. Anstatt die Ursachen des ständig zurückgehenden Marktanteils am Telekommunikationsmarkt zur Kenntnis zu nehmen, wird im Halbjahresrhythmus umorganisiert.

Es sind doch gerade die mangelnde Kundennähe, häufige Servicemängel, Tarifwirrwarr und Endloswarteschleifen, die auch treue Kunden abwandern lassen. Mitarbeiter, die zu Recht frustriert sind und Angst um ihre Arbeitsplätze haben, nutzen dem Unternehmen auch nur bedingt. Das öffentliche Erscheinungsbild des Unternehmens und die Moral der Belegschaft wird durch die provozierten Kündigungen (Teilzeitkräfte, oft Frauen, die zusätzlich Familienarbeit leisten und nicht umziehen können) weiter beschädigt.

Das Fazit wird am Ende sein: die Unzufriedenheit der Beschäftigten und der Kunden werden weiter zunehmen, die Moral der Beschäftigten und die Treue der Kunden werden weiter abnehmen. Dann wird es zu weiteren Umorganisierungen, sprich Kündigungen kommen und der ganze Kreislauf fängt wieder von vorne an. Eine Endlosspirale, wenn nicht von Managementseite umgedacht wird.

 

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