Der Bundestagskandidat Thorsten Majer, fordert deutlich erhöhte Investitionen, was den Bereich Bildung und Betreuung anbelangt.
Am Rande des Besuchs der Betreuungseinrichtung „Itzebitz“ in Großbottwar am vergangenen Dienstag wies Majer darauf hin, dass dies einer der wenigen Bereiche sei, bei dem man nicht sparen dürfe.
Die erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Itzebitz“, Barbara Layer, stellte dem SPD-Politiker die Kinder-Ganztagesbetreuung vor und der Kandidat ließ es sich auch nicht nehmen, einer Gruppe von Kindern zwischen drei und sechs Jahren vorzulesen. Nach einer kurzen, demokratisch mit den Kindern abgestimmten, Auswahl von zwei Büchern las Majer von Hasen, Adlern und Eulen vor.
Vor allem rot-grüne Politik habe im Bereich Betreuung Einiges in Bewegung gebracht, doch gebe es noch viel zu tun, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle – vor allem finanziell – möglich zu machen. „Dabei gilt es, private und öffentliche Einrichtungen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern beide Formen gleichberechtigt zu fördern und den gleichen Anspruch an beide zu haben“, so Majer.
Layer stimmte dem SPD-Bundestagskandidaten zu, dass eine Art Zertifizierungssystem sinnvoll sein kann, solange die Bürokratie nicht überhand nehme, wie es leider bei der Beantragung mancher Fördermittel der Fall gewesen sei. Kommunale und private Einrichtungen sollten sich nicht als Konkurrenz begreifen, sondern gemeinsam für mehr Qualität und auch mehr Mittel für die Betreuung streiten. In Zuge dessen wurde jedoch deutlich kritisiert, dass bei den freien Trägern kein Geld von Bund und Land ankommt, wenn sich Kommunen sperren. Layer regte an, diesbezüglich die Regelungen, die vor dem Jahr 2009 galten, wieder in Erwägung zu ziehen.
Majer stellte klar, dass den vielen guten Absichten beim Thema Bildung und Betreuung endlich auch entsprechend hohe finanzielle Zuschüsse von Bund und Land kommen müssten. „Hehre politische Ziele formulieren und anschließend die Kommunen bei der Finanzierung der geweckten Ansprüche im Regen stehen lassen – das kann es nicht sein“, so der Kandidat, der sich gerade über diese Thematik mit allen Bürgermeistern im Wahlkreis unterhalten hatte.
„Wenn wir bildungstechnisch Champions-League spielen wollen, dann müssen wir auch entsprechend Geld in die Hand nehmen“, sagte Majer, der darauf hinwies, dass die Bildungsaus-gaben in Deutschland im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt im internationalen Vergleich immer noch sehr schmächtig ausfallen.